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Matthioli-Primel

(Primula matthioli)

VI — VIII Home feuchte Gebüsche, Hochstaudenfluren
20 — 40 cm indigen LC
Primula matthioli
Synonyme: Cortusa matthioli, Alpenheilglöckchen. Hemikryptophyt, om-sa. Die Laubblattspreite ist gelappt und im Umriss fast rund mit einem herzförmigen Grund. Die Blätter sind zottig behaart. Die purpurroten Blüten sind glockig und nicken (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern außer Wien und Burgenland vor. Sie ist im alpinen Naturraum ungefährdet, im nördlichen Alpenvorland gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. Aufnahme: 13.06.1999 bei den Feichtauer Seen

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"932. C. Matthioli L. (Matthioli’s L. — Bergsanikel.)
Wurzelstock walzlich, kurz abgebissen oder schief absteigend, reichfaserig. Stengel 3 — 12" hoch, 3 — vielblüthig, aufrecht, unterhalb sammt den Blattstielen abstehend-zottig-behaart, oberhalb sammt den Blüthenstielen kurzhaarig. Blätter grundständig, langgestielt, im Umrisse herzrundlich, handförmig - gelappt, mit fast 3 eckigen, stumpfen, grobgesägten Lappen, grasgrün, oberseits kahl, unterseits und am Rande zerstreut behaart. Blüthen in endständiger, lockerer einseitig - nickender, mit einer Hülle gestützter Dolde, Hüllblätter lanzettlich, ganzrandig oder an der Spitze gesägt oder eingeschnitten-gezahnt. Kelchzipfel von Länge der Kronröhre. Kronen klein, glockig, mit radförmig ausgebreiteten Zipfeln, lichtpurpurn, mit grünlichgelbem, nacktem Schlunde, schwachduftend.
Mai — Juni


An feuchten, schattigen, moosigen Waldstellen, an Schluchten, Bergseen der Kalkvoralpen bis in die Krummholzregion der Alpen. Um Weyer an den Rauchmauern längs des Alpenbaches bis an die Ens (Breitenl.). Am Nigelbache am Aufstieg von Kopfing zu den Feuchtauer Sennhütten und am Haltersitze ober den Bergseen alldort (Oberleitner). Am Schobersteine (Brittinger). Am Kalblingsbache nächst dem Kremsursprung (Schiedermeyr). In der Kamp und an Traunsteinabhängen ober und hinter dem Laudachsee (Kliemstein). An waldigen Anhöhen nächst dem Almsee in der Grünau und am Kasberge; auf mehreren Spitaler Alpen. Am Ufer der Langbathseen
westlich von Ebensee."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 215), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 18.02.2026

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